Samstag, 14. Dezember 2013

Drei-Gang-Weihnachtsmenü

Das Jahr ist fast vorbei, Weihnachten rückt immer näher. Und an Heiligabend wird mit der ganzen Familie zusammen gegessen! Letztes Jahr habe ich mich das erste Mal getraut, selbst ein Weihnachtsmenü zu kochen. Und ich war soooo stolz darauf ^^ Wie gut dass ich damals schon Fotos gemacht habe, so kann ich Euch nun ein Menü zeigen, welches Ihr vielleicht auch für Eure Familie kochen werdet. Schaut es Euch einfach mal an.
Jedes einzelne Rezept war für 4-5 Personen gedacht, zusammen aber als Menü ist auf jedenfall genug für weitere 1-2 Personen! Oder eben Rest für den ersten Weihnachtstag ;)


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Vorspeise 



Zutaten:
  • 500 g Schwarzwurzeln (frisch oder aus der Dose)
  • 3-4 EL Essig
  • 1-2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 EL Butter
  • 2-3 EL Gemüsebrühe
  • 2 Scheiben Toast
  • 150 g Schlagsahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • Petersilie und Paprika-Rosenscharf (Pulver) zum Garnieren

Ich habe übrigens die Schwarzwurzeln aus der Dose verwendet.

Zubereitung:
  • Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, schälen und schräg in Scheiben schneiden. Sofort in Essigwasser legen. Die Schwarzwurzeln aus der Dose abtropfen lassen, den Sud dabei auffangen. Der kommt nämlich zum Schluss als Geschmacksträger mit in die Suppe. Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln.
  • Zwiebeln schälen und würfeln. 2 EL Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten. Schwarzwurzeln abtropfen lassen und mit den Kartoffeln kurz mitdünsten. 3/4 Liter Wasser angießen (oder aber den Saft aus der Dose nehmen und mit Wasser auf 3/4 Liter auffüllen), aufkochen und Brühe einrühren. Zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  • Toastbrot entrinden und in feine Würfel schneiden. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Toastbrotwürfel darin goldbraun rösten. Herausnehmen.
  • Einige Schwarzwurzelstücke mit einer Schaumkelle aus der Brühe heben. Suppe pürieren. Sahne in die Suppe geben und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken. Schwarzwurzelstücke wieder in die Suppe geben.
  • Die Suppe in vier tiefe Teller anrichten. Mit Croutons, Petersilie und Paprika-Rosenscharf garnieren.

Damit die Suppe feiner wird, streiche ich sie vor dem Servieren durch ein Sieb.


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Hauptspeise


Zutaten:
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Bund Suppengrün
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 ml Rotwein (ich habe Le Filou - süß genommen)
  • 4 Äpfel
  • 1 bratfertige Gans (4,2 kg)
  • 3 EL Majoran
  • dunkler Soßenbinder
  • Holzspieße und Küchengarn

  • Rotkohl
  • Klöße

Zubereitung:
  • Das anhängende Fett an der Gans entfernen. Die Innereien herausnehmen. Den Bürzel entfernen. Die Flügel am Gelenk kürzen, Gans waschen und trocken tupfen.
  • Fettpfanne vorbereiten: 2 Zwiebeln schälen, grob würfeln. Suppengrün putzen bzw. schälen, waschen und grob würfeln. In die Fettpfanne legen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Flügel hinzugeben. Gänsehals mit in die Fettpfanne legen. 3/8 Liter Wasser hinzugeben.
  • Füllung vorbereiten: Äpfel waschen und vierteln. 2 Zwiebeln schälen, vierteln. Die Gans innen mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Nun mit Äpfeln und Zwiebeln füllen. Die Öffnung mit Hilfe von Holzspießen und Küchengarn zustecken. Sollte von der Füllung noch etwas übrig sein, kann diese mit in die Fettpfanne gelegt werden.
  • Die Gans von außen sparsam mit Salz und Pfeffer würzen (nur wenig, da die Gans sonst zu schnell austrocknet). Gans auf den Rost des Backofens legen. Im Backofen auf der mittleren Schiene legen. Die Fettpfanne direkt darunter legen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd 150 °C, Umluft 125 ° C, Gas Stufe 1) ca. 4 1/2 Stunden braten. Alle 45 Minuten mit dem Wasser aus der Fettpfanne übergießen. Nach ca. 1 1/2 Stunden 200 ml Rotwein in die Fettpfanne gießen.
  • Sollte die Gans schon frühzeitig braun werden muss ggf. die Temperatur runtergeschaltet werden (jeder Ofen backt anders!) Kurz vor Ende der Bratzeit die Fettpfanne herausnehmen. Saft durch ein feines Küchensieb in einen Topf gießen. Das Fett abschöpfen. Soße aufkochen und mit Soßenbinde andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Beilagen könnt Ihr Euch natürlich selbst aussuchen. Ich nehme klassicherweise Rotkohl und Klöße dazu.



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Nachspeise



Zutaten:
  • 75 g Gewürzspekulatius
  • 2 frische Eier (M)
  • 50 g Zucker
  • 250 g Schlagsahne

  • 2 Orangen
  • Schokodessertsoße

Zubereitung:
  • 50 g Spekulatius klein hacken. Die Eier trennen. Eigelb mit dem Zucker hellcremig schlagen. 250 g Sahne und das Eiweiß getrennt steif schlagen. Erst die Sahne, dann den Eischnee unter die Eimasse heben. Gehackte Spekulatius unterheben. In eine kalt ausgespülte Form füllen und mindestens 6 Stunden einfrieren.
  • Eis herausnehmen. Übrige Spekulatius sehr fein zerbröseln. Mit einem Eisportionierer 8 Kugeln abstechen udn in den Bröseln wenden.

Dazu habe ich zwei Orangen filetiert und das Eis auf der Schokosoße serviert. Wie Ihr seht habe ich leider keinen Eisportionierer und konnte deshalb das Eis nicht in den Bröseln wenden. Aber auch ohne Eisportionierer kann man dieses Eis schlemmen - einfach lecker.

Nachteil: Im Internet gab es leider keine konkrete Angabe wie lange man dieses Eis lagern kann. Aus dieser Rezeptangabe habe ich 0,75 Liter Eis herausbekommen. Die Angaben, dass das Eis schon nach einem Tag schlecht sei ist völlig übertrieben: Benutzt wirklich frische Eier und geht nach dem Haltbarkeitsdatum der Eier. So habe ich es auch gemacht.





Ich hoffe Euch hat mein Weihnachtsmenü gefallen. Die Gans und das Eis sind wirklich wahnsinnig gut angekommen!!


Viele liebe Grüße und eine schöne Weihnachtszeit wünscht Euch


Eure Linda

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